Diagnostik, Therapie und Spontanheilung

Aufgrund einer Beobachtung bei Ausheilungen von Fällen invasiver Aspergillose unter der Kombinationstherapie mit Ancotil (Medikament) stellt sich die Frage, inwieweit z.B. die fehlende Eiweissbindung vom Medikament (5-Flucytosin) gerade im Stadium der Thrombosierung und Infarzeriung zum Tragen kommen kann.

Besonders eindrucksvoll ist, wenn eine zunächst unerkannt gebliebene invasive Apsergillose mit der Remission spontan abheilen konnte. Beispielhaft war bei einem Herztransplantierten nach herabsetzen der Immunsuppression und Vorliegen einer noch nicht bekannten aerogenen invasiven Apsergillus-Infektion die reaktive Demarkierung eines A. fumigatus-Herdes im Gehrin, gekoppelt mit einem spontanen Absterben des Erregers, was erst durch die Biopsie intra-operationem mikroskopisch und kulturell gesichert werden konnte.

Ebenso eindrucksvoll war bei einem Leukämie-Patienten im Stadium der Remission die spontane Heilung eines Nasenschleimhautgeschwürs durch A. flavus mit Konidienbildung, was erst retrospektiv anhand früherer histologischer und laufender kultureller und serologischer Befunde geklärt werden konnte.

Solche Beobachtungen und Erkenntnisse können nur aus täglicher, kritischer mykologisch-diagnostischer und -epidemiologischer Überwachung von Risikopatienten resultieren.

Neben dem pathohistologischen Erregernachweis ist immer das kulturelle Ergebnis (siehe Bild oben) von Identifizierung des Erregers, gegebenenfalls mit interessierenden stammspezifischen Eigenschaften.
Auch Fragen zur Koexistenz von Pilzen und Bakterien sind bei einem kritischen Vergleich in Befunden klärbar. Falls einige Bakterien beseitigt werden, kann das für ein Aspergillus-Wachstum förderlich sein oder ein Bakterienwachstum kann den Aspergillus-Nachweis erschweren, gegebenfalls sogar ein mykotisches Geschehen unterdrücken.